2020 wird ein reiches Jahr an Obsternte. Die Marmelade für das nächste Jahr ist gesichert. Aber außer Marmelade gibt es noch viel mehr Ideen, wie man Früchte verwenden kann. Wie wärs mal mit Sirup?
Bereits vor einigen Wochen habe ich reichlich Holunderblütendolden geerntet. Die Blüten am Besten an einem sonnigen Nachmittag ernten, wenn die Blüten schön geöffnet sind.

Man benötigt:
50 Holunderblütendolden
700 g Zucker
30 ml Zitronensäure
1 – 2 Liter Wasser
Ein hohes Gefäß, dass mindestens 2 Liter Flüssigkeit fasst
Flaschen zum Abfüllen des fertigen Sirups

Ich verwende ein ca. 4 Liter fassendes leeres Gurkenglas.
Die Holunderblütendolden fülle ich zuerst ein, danach den Zucker und die Zitronensäure. Nun mit mindestens 1 Liter Wasser auffüllen, in meinem Fall habe ich das Glas bis nach oben hin gefüllt mit Wasser. Der Sirup wird durch den Zucker sehr süß. Wer mag, kann auch die Zuckermenge auf 500 g reduzieren, wenn nur mit 1 Liter Wasser aufgefüllt wird.
Wichtig ist, den Deckel nur lose auflegen und den Behälter nun täglich einmal öffnen und das Gemisch umrühren. Dies muss man machen, da die Holunderblütendolden ansonsten zu gären anfangen und dies wollen wir beim Sirup nicht.
Nach drei Tagen siebe ich die Blütendolden aus der Flüssigkeit und dann nochmal durch ein Geschirrtuch um eine möglichst reine Flüssigkeit zu erhalten.
Den Sirup koche ich nun auf dem Herd für 2 – 3 Minuten auf und fülle ihn noch heiß in die vorher bereitgestellten Flaschen. Diese sofort verschließen und langsam abkühlen lassen.
Fertig und lecker!
Nachdem das Projekt Holunderblütensirup so gut geklappt hat, kam ich beim Anblick unserer Sauerkirschen auf die Idee, ebenfalls Sirup herzustellen.
Sauerkirschen sind, wie der Name schon sagt, sehr sauer und deshalb werden Sie von den Vögeln und uns Menschen verschmäht. So mal eben vom Baum naschen ist nur was für Hartgesottene, die gerne saures essen.
Man benötigt:
1 bis 1,5 Kilo Sauerkirschen
700 g Zucker
30 ml Zitronensäure
2 Liter Wasser
Ein großer Topf
Flaschen zum Abfüllen des fertigen Sirups

Den großen Topf auf den Herd stellen. Die Kirschen müssen nicht entsteint werden, aber jede Kirsche halb einschneiden um soviel wie möglich an Geschmack der Kirschen in den späteren Sirup zu bekommen.
Die Kirschen in den Topf geben, Zucker, Zitronensäure und das Wasser hinzugeben und die Masse unter Rühren aufkochen. Das Ganze ca. 5 Minuten abgedeckt köcheln. Danach den Topf vom Herd nehmen und beiseite stellen, die Masse kühlt langsam ab. Den Topf mit einem Geschirrtuch bedecken und über Nacht durchziehen lassen.
Am nächsten Tag die Masse nochmals aufkochen lassen und durch ein Sieb geben um nur die reine Flüssigkeit zu erhalten.
Den Sauerkirschsirup in zuvor heiß ausgespülte Flaschen abfüllen und langsam abkühlen lassen.
Fertig und lecker!

War der Holunderblütensirup schon lecker, so ist der Sauerkirschsirup meiner Meinung nach unschlagbar lecker! Egal, ob einfach mit Wasser verdünnt, oder als Zusatz im Glas Sekt. Auch als Topping über Vanilleeis, super lecker.
Sirup machte meine Oma immer für uns Kinder, meistens aus Johannisbeeren und Himbeeren. Eine schöne Kindheitserinnerung
Seid kreativ, die Schätze sind vor unserer Haustüre.



